Hochprozentiges mit der Seele der Natur

Bei Unterthurner in Südtirol erreicht die Kunst der Schnapsbrennerei ihren höchsten Ausdruck.

Der Ort ist herrlich, eingebettet in die Natur am Fuße der Südtiroler Berge. Der Blick schweift über die riesigen, regelmäßig angelegten Obstanlagen im Tal. Hier liegt der im Jahre 1424 errichtete Ansitz Priami in Marling nahe Meran, wo sich heute die Privatbrennerei Unterthurner befindet, in der hervorragende Erzeugnisse entstehen und die die Fahne dieser traditionell in der Region verwurzelten, ausgefeilten Kunst hochhält. „Die Bauern in der Gegend haben schon immer Schnaps gebrannt, vor allem für den Eigengebrauch“, so Stephan Unterthurner, der Geschäftsführer des Familienbetriebs. Im Jahr 1947 fassten meine Großeltern Ignaz und Luise den für die damaligen politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten mutigen Entschluss, mit der Brennerei ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und begannen mit der legalen Schnapsherstellung. Das Geschäft wuchs mit dem Konsum in Bars, Restaurants und in den Privathaushalten sowie auch dank dem sich entwickelnden Tourismus, vor allem dem der deutschen Gäste. Vor etwa 30 Jahren, als die Brennereien vor Ort fast ausschließlich Williams Birnen brannten, fassten meine Eltern einen weiteren mutigen Entschluss und begannen mit dem Brennen von Beerenobst. Eine erfolgreiche Entscheidung. Sie war der Beginn der Produktion einzigartiger, unterschiedlicher Schnäpse und Destillate